Notarkosten

Warum Notarvertrag bei Immobilien?

Der Notar beim Hauskauf, Wohnungskauf, Immobilienkauf

Notarieller Kaufvertrag beim Immobilienkauf 

Der Immobilienkauf muss in Deutschland stets durch einen Notar beurkundet werden, dies ist eine Vorschrift des BGB, ein Kauf per Handschlag oder mit einem eigenen Vertrag ist also nicht wirksam und von vorneherein nichtig. Grund hierfür ist der Schutz der Parteien bei einem so hohen Betrag und einem komplexen Thema eine neutrale Instanz einzuschalten. Der Notar soll einen neutralen Vertrag beurkunden und die Parteien neutral beraten.

Hohlen Sie sich vorab die schriftliche Genehmigung des Verkäufers das Grundbuch des Kaufobjektes einzusehen (das Grundbuchamt finden Sie beim Amtsgericht). Achten Sie auf Eintragungen in Abteilung 2 des Grundbuches und klären Sie dessen Bedeutung für Sie als neuen Eigentümer ab, der Notar gibt Ihnen darüber Auskunft. Vielleicht können Sie die in Abteilung 3 eingetragenen Grundpfandrechte übernehmen (es erfolgt dadurch keine Übernahme der Darlehen). Dadurch sparen Sie Kosten für die Eintragung Ihrer Grundpfandrechte, die für die finanzierende Bank benötigt werden, auch der Verkäufer  spart so die Kosten der Löschung dieser Eintragungen.

Prüfung des Kaufvertrags vor Unterschrift

Bevor Sie beim Notar den Kaufvertrag unterzeichnen, sollte Ihnen ein Entwurf zugesendet worden sein. Prüfen Sie diesen genau und markieren Sie die Passagen, die Sie nicht verstehen. Klären Sie die unklaren Punkte mit dem Notar. Bitten Sie Ihn diese zu erläutern und deren rechtliche Bedeutung für Sie zu benennen. Der Notar stellt eine neutrale Person in diesem Vertrag dar und erklärt Ihnen die jeweiligen Konsequenzen aus dem Vertrag. Hierfür sollten keine weiteren Kosten anfallen. Kleinere Fragen können auch bei der Beurkundung besprochen werden.

Bei Eigentumswohnungen ist häufig die Zustimmung des Verwalter im Grundbuch erforderlich. Diese kann jedoch nur aus einem gewichtigen Grund versagt werden, wenn z.B. der Verkäufer Vorstrafen hat und dadurch die Eigentümergemeinschaft dadurch einen Schaden hätte.

Der Notarvertrag

Im Kaufvertrag wird zunächst die Auflassungsvormerkung zugunsten des Käufers vereinbart, sie sperrt das Grundbuch des Verkäufers und schützt den Käufer vor weiteren Eintragungen durch den Käufer. Somit kann der Verkäufer keine weiteren Belastungen oder Änderungen ins Grundbuch eintragen.

 Zahlen Sie auf keinen Fall vor den Auflassungsvormerkung vorher den Kaufpreis, bzw. Teile des Kaufpreises.

Nach der Auflassungsvormerkung folgt die Auflassung, sie ist die Vereinbarung, dass das Eigentum des Verkäufers auf den Käufer übergeht, und ist grundsätzlich von der Kaufpreiszahlung abhängig.

Der Notar stellt dann die entsprechenden Anträge an das Grundbuchamt, er wird von Ihnen in der Regel im Kaufvertrag bevollmächtigt. Beachten Sie, das der Kaufvertrag nur schuldrechtlich zwischen Ihnen und dem Verkäufer wirkt, das bedeutet Sie werden erst mit Eintragung ins Grundbuch auch rechtlich Eigentümer.

Sie sollten auf jeden Fall eine verbindliche Finanzierungszusage einer Bank vor dem Notartermin vorliegen haben. Unterschreiben Sie diese aber erst nach dem Notartermin, denn Sie wissen nicht, ob der Verkäufer nicht vielleicht doch noch abspringt. Bitte bedenken Sie, dass eine Rückabwicklung des Kaufvertrages mit hohen Kosten verbunden ist. Aber auch eine Kündigung des Darlehensvertrages kann hohe Kosten verursachen!

Notarkosten beim Immobilienkauf

Die Notarkosten beim Hauskauf oder Wohnungskauf belaufen sich auf ungefähr 1,5% des Kaufpreises. 

Tipp :

Das Notaranderkonto ist nicht mehr mehr notwendig, die Vertragsabwicklung Zug um Zug ist genauso sicher und die Kosten sind für den Erwerber geringer.